AG in der Schulbibliothek: Schulgeschichte(n)

Mit dem neuen Schuljahr gibt es wieder eine AG in der Schulbibliothek. Es geht um Schulgeschichte(n). Denn eine umfassende Schulgeschichte können wir in der knappen AG-Zeit ganz sicher nicht schreiben. Aber wir finden interessante Geschichten, die wir hier im Bibliotheksblog wiedergeben wollen. Zu Beginn die spannende Frage:

Ab wann gab es Mädchen an der Latina?

Das gemeinsame Unterrichten von Mädchen und Jungen in der Schule, Koedukation, ist eine vergleichsweise junge Entwicklung, die in der DDR früher einsetzte als im Westen. Dr. Osterwald konnte in den Francke-Blätter von 1995 (Heft 2, S. 25 ff) feststellen, dass die Latina bereits 1946, noch vor der eigentlichen Gründung des Sozialistischen Staates, keine reine Jungenschule mehr war. Ihm lag ein Zeugnis der Latina von Ostern 1946 vor, das einer Cordula Müller gehörte. Auch gab es eine Anmeldung für Cordula für die Pensionsanstalt (der Latina). Die Schule hieß in den folgenden Jahren A.-H.-Francke-Oberschule. Die alten Lateinklassen bestanden als Altsprachenklassen (bis 1991) weiter. Heute hat die Latina wieder zwei Lateinklassen neben einer Französisch- und einer Musikklasse.

Euer Schulbibliothekar mit Viktoria und Clara

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