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Archiv der Kategorie Bibliotheksalltag

Bücherspenden im neuen Jahr

Bücherspende

Es gab viel zu tun im neuen Jahr und ich kam nicht dazu, hier etwas zu schreiben. Dabei gab es kurz vor Weihnachten ein kleine Überraschung, von der ich noch erzählen möchte. Nachdem die Schulbibliothek für die Internetnutzung ein gebrauchtes Notebook geschenkt bekommen hat. (Herzlichen Dank noch einmal), gab es jetzt eine kleine Spende für zusätzliche Bibliotheksmedien. Nach den Weihnachtsferien habe ich drei dringend benötigte Sachen ausgewählt:

Trepesch, Sebastian:
Vernetzt und zugemailt : Jugendliche bei Facebook & Co / Sebastian Trepesch. - ca. 122 S.

Suerbaum, Ulrich:
Das elisabethanische Zeitalter / Ulrich Suerbaum. - Stuttgart : Reclam, 1989. - 581 S. - (Reclams Universal-Bibliothek ; 8622 )

Der Prozess von Nürnberg
Die Nazis vor Gericht, 2 DVDs, dtsch. u. franz. Version : Unveröffentlichte restaurierte Archivaufnahmen, inklusive zwei vollständige Beweisfilme der Anklage - arte Edition absolut MEDIEN, 2006. - Farbe u. SW. 90 Min. FSK ab 12 freigegeben , in französischer und deutscher Sprache - (Dokumente ; 822)

(siehe Bild oben), die nun in der Bibliothek sofort ausgeliehen werden können. Ganz herzlichen Dank auch hierfür, dem, was die Bücherspende betrifft, unbekannten Spender des für die Anschaffung nötigen Betrages.

Euer Schulbibliothekar

Vorlesewettbewerb 2011

Vorlesewettbewerb

Für mich der schönste Tag im Bibliotheksalltag: Der Vorlesewettbewerb, Schulausscheid der Latina A.H.F. Ich muss schon sagen, es war wieder sehr spannend! 12 Schülerinnen und Schüler aus 4 Klassen des Jahrgangs 6 traten miteinander an. Aber nur eine Schülerin oder ein Schüler konnte die Krone errringen und die Schule beim Stadtausscheid usw. vertreten. Es wurden ganz unterschiedliche Bücher vorgelesen: Deutsche Jugendbücher, Kinderbuchklassiker, aber auch Übersetzungen. Nennen wir ein Beispiel: Von Maurie-Aude Aureil hat mir die Geschichte des Simpel sehr gut gefallen. Vorgelesen wurde der Ausschnitt aus dem Roman von Ira Helten, die leider nicht bei den Gewinnern war.

Aber nun die Gewinner und ihre Geschichten:

  1. Lukas Hundrieser mit einer Lesung aus: Willi Beimholst: Guck mal Mami, guck mal Papi. Er überzeugte durch eine sehr reife Lesetechnik und Sicherheit auch beim fremden Text. Die Buchvorstellung und Beschreibung seines Textes könnte er noch etwas verbessern.
  2. Uma Sostmann mit einer Lesung aus: Walter Moers: Rumo und die Wunder im Dunkeln. Für mich eine sehr gute Leistung. Sie hätte es genauso verdient, die Schule zu vertreten, aber leider kann nur einer der Sieger sein.
  3. Hannah Krämer mit einer Lesung aus: F. Hudgson Burnett: Der geheime Garten. Mit einem Lesung aus einem wunderschönen Klassiker belegte Hannah wirklich nur ganz knapp hinter Lukas und Uma den Platz drei.
  4. Hannah Walldorf mit einer Lesung aus: Adrienne Kress: Die HalsüberkopfundKragen…. Auch hier nur ein ganz geringer Unterschied.
  5. KaislaTarkka mit einer Lesung aus: Roald Dahl: Charlie und die Schokoladenfabrik. Ein Jugendbuchklassiker, über den ich mich besonders gefreut habe.

Allen Gewinnern einen ganz herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich schon wieder auf den nächsten Vorlesewettbewerb.

Euer Schulbibliothekar

    Tim und die Bibliotheken

    Nein, Gott bewahre, ich möchte hier keine Werbung für den Film “Tim und Struppi” bzw.  “Tintin” machen. Aber es hat damit etwas zu tun. In einem Inteview für die FAZ bemerkte Steven Spielberg sehr melancholisch auf den Hinweis, “heute hätte Tim die Geschichte der “Einhorn” einfach gegoogel”, ja, “Tim hat mich sehr nostalgisch gemacht.”

    Denn Tim muss natürlich, um den Fall der “Einhorn” aufzuklären, recherchieren. Und noch vor gar nicht  langer Zeit gab es noch kein Internet und die ganzen frei verfügbaren Informationsmöglichkeiten.  Tim muss in eine Bibliothek gehen, um mit seinem Fall voran zu kommen und etwas über die “Einhorn” herauszufinden. Und wir erinnern uns, auch Harry Potter benutzt Bücher und die Schätze der Schulbibliothek von Hogwarts. Und da sind wir wieder beim Thema. Wird die Schulbibliothek überhaupt noch gebraucht. Zumindest Tim und Harry brauchen sie, das ist doch schon mal was, oder?

    Von der Brücke der Schulbibliothek

    Umzugsvorbereitungen

    Die Bauarbeiten an der Latina gehen langsam voran. Für die Bibliothek zeichnet sich eine Zwischenlösung ab. Für die Vorbereitungen dazu muss leider auch der Service etwas eingeschränkt werden. D. h. das ab sofort jeden Freitag die Schulbibliothek geschlossen bleiben muss. Die neuen Öffnungszeiten findet ihr hier …
    Euer Schulbibliothekar

    oikioi und Lincolnshire

    oikioiEin ehemaliger Schüler, Michael Waßmann hat ein Buch geschrieben, es auch veröffentlicht und nun ist es auch in der Schulbibliothek zu bekommen. Wer einmal hineinschauen oder es verschlingen möchte, kann dies nun tun. Ich habe es leider noch nicht lesen können, gebe als Vorgeschmack zumindest den Text auf der Buchrückseite wieder:

    Keron wächst in einem überkommenen Königreich auf, das vom ständigen Krieg gegen Rebellen, Orks, Zwerge und das eigene Volk gezeichnet ist. Doch die Schrecken dieses Krieges lernt Keron erst kennen, als er volljährig wird und in der Armee dienen muss. Durch Glück und den Kampf mit seinem Gewissen, kann er dem Dienst als Soldat entfliehen, nur um in die Reihen der Rebellen gezwungen zu werden. Obwohl die selbsternannten Freiheitskämpfer für den jungen Idealisten eine große Enttäuschung sind, lernt er durch sie das gesamte Königreich kennen und sich trotz manch bitterer Entscheidung treu zu bleiben. Dabei ist seine Reise so abwechslungsreich wie das Leben selbst: Voller Humor, Liebe, Freundschaft, Leid, Hass und Trauer.”

    Wie vielleicht schon bekannt, beschäftige ich mich in der Freizeit mit dem Thema Mittelalter. Deswegen möchte ich den Geschichtslehrern, die sich mit dem Alltagsleben in dieser Zeit beschäftigen, folgenden kleinen Film (Min.) näherbringen. Dieser schöne Film orientiert sich am Lutrell Psalter, die Szenen aus dem Codex sind in das reale Leben zurückgesprungen:

    Dazu die Filmemacher: Guided by the detailed and often humorous images of everyday life from the Luttrell Psalter, the Luttrell Psalter Film gives a unique glimpse of a year in the life of a medieval village. Filmed over four seasons, it shows the changing landscape with its fields and flowers, and the daily activities which dominated the lives of our forefathers. This 20-minute film draws on over 35 different images from the margins of the manuscript, allowing the people from the Psalter to walk out from its vellum pages.

    Mehr dazu auf The Lutrell Psalter … von den Wagscreen-Leuten aus Lincolnshire.

    Euer Schulbibliothekar

    Das Schuljahr 2011-2012

    ist nun eine Woche alt. Alle Schüler (fast) haben ihre Schulbücher ausgeteilt bekommen. Für die Nachzügler und bei Nachfragen gilt: Innerhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek kann (fast) alles geregelt werden. Einige Bücher mussten nachbestellt werden. Die Schüler, die das betrifft, werden diese Bücher in den nächsten Tagen nachgereicht bekommen. Der normale Bibliotheksalltag kann bald beginnen. Einige liebe Stammgäste sind aus der Ottostraße in die Franckeschen Stiftungen zurückgekehrt. Darüber freue ich mich sehr. 

    Was wird dieses neue Schuljahr bringen? Wie geht es mit dem Umbau voran? Welche Lösung wird dabei für die Schulbibliothek gefunden werden? Oder wird es nach dem Umzug keine mehr geben? Lassen wir uns überraschen.

    Der Schulbibliothekar

    Eine einsame Schule

    Schulbücher 2011

    Ich bin aus den Ferien zurück. Über drei Wochen auf das Meer, ein richtiges Meer, schauen, reichte uns, um erholt in eine sehr einsame Schule zurückzukehren und sich sofort an die Arbeit zu machen. Alle Schulbücher für das neue Schuljahr liegen nun in der “Amerikabibliothek” bereit und warten auf die Schüler. Fast scheint es so, als könnte man sofort wieder loslegen! Aber noch sind Ferien und deswegen:

    Schöne Grüße  und weiter gute Erholung wünscht Euer Schulbibliothekar

    Zwischen den Ferien

    Eine Woche Pfingstferien war zwar sehr schön, aber danach kam ein Loch: Kaum noch Unterricht, Zeugniskonf., Abitur, Schulbuchabgabe und Projekttage. So ein wenig erschien mir die Zeit wie die Zwischenzeit zwischen Weihnachten und Neujahr, “Zwischen den Jahren” genannt. So waren wir jetzt in der Zeit Zwischen den Ferien.

    Apropos Schulbuchversorgung: Herzlichen Dank an den diesjährigen Abiturjahrgang. Alle Schulbücher und Bibliotheksmaterialien sind zurückgekommen. Auch die anderen Jahrgänge haben vorbildlich abgegeben und es gab von meiner Seite zunächst wenig Grund für Reklamationen.  Die meisten Bücher fehlen mir noch aus dem Jahrgang 1o, zukünftige Kursstufe 11.

    Die alten Rechner in der Bibliothek für die Internetrecherche entwickeln sich zum Dauerproblem.  Um so schöner ist, dass sich durch die private Spende eines Notebooks hier eine kleine Entspannung ergeben hat. Einen herzlichen Dank der lieben Spenderin. Wir haben in Spitzenzeiten also wieder drei Internetrechner zur Verfügung.

    Und da jetzt die nächste Ferienzeit gleich vor der Tür steht, beginne ich eine neue Reihe an Beiträgen unter dem Titel Lesewelten: Lesewelt Nr. 1 wird die Fläming Bibliothek Rädigke mit dem Gasthof Moritz und der Pension im Taubenhaus. Wer seinen Urlaub ruhig verbringen möchte, gut essen dabei und eine einzigartige Bibliothek mit ausreichend Lesestoff in einer Gastwirtschaft zu schätzen weiß, der ist hier genau richtig. Ich habe es bei meinem ersten Besuch dort bereut, nicht mehr Zeit zur Verfügung zu haben. Hier geht es zur einzigartigen Bibliothek im Gasthof.

    In diesem Sinne schöne Sommerferien, gute Erholung und bis zum nächsten Schuljahr 

    Euer Schulbibliothekar

    Bibliotheksgeheimnisse

    habe ich diesmal eine Menge auszuplaudern:

    Beginnen wir mit dem Thema des letzten Blogeintrages, den Vampiren. Ich habe dazu in der Bibliothek eine kleine Ecke reserviert und werde auch im nächsten Jahr noch etwas dazu kaufen. Dazu passt folgender Veranstaltungstipp. Am Samstag, 28.05. gibt es eine ganze Vampirfilmnacht im Opernhaus. Wer gebissen werden will, schnell hin.

    Neues gibt es auch vom Latinaumbau zu berichten. Bis zum 31.12.2011 soll alles fertig sein, berichtete Herr Hoge. Das bezog sich sicherlich auf Haus 43, wie ich vermute, hier ist der akt. Fortschritt im Bautagebuch zu bewundern. Ich richte mich schon seit längeren darauf ein, die Bibliothek einzupacken. Bislang kann ich dazu keine Einzelheiten sagen, was die Planung betrifft. Ich weiß auch nichts. Allerdings sagte ich schon im Vorfeld, realistisch ist nur 1x die Bibliothek einzupacken und 1x am endgültigen Zustand wieder auszupacken. Zwischenlösungen, das sage ich hier deutlich, lehne ich ab. Das braucht auch kein Bibliotheksgeheimnis zu bleiben.

    Dazu passt, dass ich auf Anregung des Landesverwaltungsamtes, gerade eine Bestandsreorganisation des Schulbibliotheksbestandes vornehme. Zwar werde ich nicht ganz im Zeitrahmen bleiben, aber bis zum Einpacken sollte es abgeschlossen sein. Was heißt das? Verschlissene und inhaltliche veraltete Bücher werden aus dem Bestand entfernt. Dazu gibt es eine Kiste. Wer Lust hat, kann sich daraus Bücher mit nach Hause nehmen, damit sie nicht entsorgt werden müssen. Geplant ist, den Bestand auf ca. 25 000 Medieneinheiten zu reduzieren und dauerhaft zu halten.

    Das letzte Bibliotheksgeheimnis für heute, ist ein Lesetipp aus unserem Jugendbuchbestand. Bei der Durchschau fiel mir das Buch von Marie Rutkoski, Die Kronos Geheimnisse, in die Hände. Diese sind leider nur wieder der 1. Teil einer ganzen Fantasy-Reihe, lassen sich aber auch abgeschlossen lesen. Die Geschichte spielt überwiegend im Prag des 16. Jahrhunderts, ist aber nicht historisch, sondern in einem Prag mit Zauberei und Fantasie.  Die Hauptperson Petra ist zusammen mit dem Romajungen Neel auf der Suche nach den Augen ihres Vater, die der böse Prinz Rudoph gestohlen hat. Dazu gibt es eine magische Uhr, die Petras Vater erbaut hat, Zaubertiere aus Metall und viele andere einfallsreiche Ideen. Die Personen sind unterschiedlich gut ausgeführt, mir gefiel die “Säureherzogin Iris”. Die Story ist dagegen sehr einfach strukturiert. Es ist etwas Schönes für einen Sommerabend, nicht mehr und nicht weniger. Für alle, die gegen zu viele Grausamkeiten in Büchern sind. Die sind hier nämlich kaum vorhanden.  Aber ob ich den zweiten Teil lese, weiß ich noch nicht…

    … genug Geheimnisse für heute, Euer Schulbibliothekar 

    Vampire in der Bibliothek

    … und andere dunkle Gestalten. Das soll heute das Thema sein. Vampire erfreuten sich schon vor Frau Meyers bissigen Bella-und-Edward-Romanen einer großen Popularität. Den Hintergrund der Vampire als Medienphänomen beleuchtet das neu für die Schulbibliothek angeschaffte Sachbuch:
    Kührer, Florian:
    Vampire : Monster - Mythos - Medienstar / Florian Kührer.
    Kevelaer : Butzon & Bercker, 2010.
    Kührer beschreibt sein Werk selbst folgendermaßen: “Dieses Buch entwirrt und mit kritischem Blick die Motivstränge des Vampir-Mythos und erzählt dabei die Geschichte vom Aufstieg eines Dorfmonsters zum Popstar der Moderne.”
    Dabei wird auch geklärt, woher das Wort “Vampir” eigentlich stammt. Wahrscheinlich kommt das Wort aus dem Slawischen, war aber auch im Ursprungsland Transylvanien (Siebenbürgen) nur am Rande bekannt. Erst die moderne Medienmaschine setzte den Begriff durch und transportierte ihn in die Ursprungsländer von Wiedergängern und Vampiren zurück.
    Kührer fördert interessante Dinge zu Tage: Das es sogar eine Vampir-Archäologie gibt, war mir bislang neu. Natürlich muss auch der siebenbürgische Fürst Vlad III. vorkommen, der wegen seiner Vorliebe für das Pfählen seiner Feinde den Ursprung der Dracula-Sage bildet. Es kommt Bram Stokers “Dracula” vor und das “Interview mit einem Vampir” von Anne Rice (beide werde ich noch für die Bibliothek anschaffen). Auch der berühmteste Vampirdarsteller Sir Christopher Lee, auch bekannt als böser Zauberer Saruman, findet seine Erwähnung. Und Bella und Edward, natürlich, natürlich! Sehr zum Lesen empfohlen! Kleiner Kritikpunkt am Ende: Ein Register darf heutzutage auch in einem populären Sachbuch nicht mehr fehlen. 

    Alle Vampire in der Bibliothek finden sich hier …
    Außerdem : Ein Interview mit Florian Kührer

    Euer Schulbibliothekar