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Weihnachten 2011

wünsche ich allen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Schulbibliotheksbenutzerinnen und -benutzern. Es tut mir sehr leid, dass es mich kurz vor den Ferien mit Husten, Fieber und Erkältung so stark erwischt hat, dass wir die Schulbibliothek schließen mussten. Ich hoffe, dass ich 2012 so gesund bleibe, wie ich es im ganzen Jahr 2011 war und natürlich wünsche ich mir das für die ganze Latina A.H.F.

Euer Schulbibliothekar

Vorlesewettbewerb 2011

Vorlesewettbewerb

Für mich der schönste Tag im Bibliotheksalltag: Der Vorlesewettbewerb, Schulausscheid der Latina A.H.F. Ich muss schon sagen, es war wieder sehr spannend! 12 Schülerinnen und Schüler aus 4 Klassen des Jahrgangs 6 traten miteinander an. Aber nur eine Schülerin oder ein Schüler konnte die Krone errringen und die Schule beim Stadtausscheid usw. vertreten. Es wurden ganz unterschiedliche Bücher vorgelesen: Deutsche Jugendbücher, Kinderbuchklassiker, aber auch Übersetzungen. Nennen wir ein Beispiel: Von Maurie-Aude Aureil hat mir die Geschichte des Simpel sehr gut gefallen. Vorgelesen wurde der Ausschnitt aus dem Roman von Ira Helten, die leider nicht bei den Gewinnern war.

Aber nun die Gewinner und ihre Geschichten:

  1. Lukas Hundrieser mit einer Lesung aus: Willi Beimholst: Guck mal Mami, guck mal Papi. Er überzeugte durch eine sehr reife Lesetechnik und Sicherheit auch beim fremden Text. Die Buchvorstellung und Beschreibung seines Textes könnte er noch etwas verbessern.
  2. Uma Sostmann mit einer Lesung aus: Walter Moers: Rumo und die Wunder im Dunkeln. Für mich eine sehr gute Leistung. Sie hätte es genauso verdient, die Schule zu vertreten, aber leider kann nur einer der Sieger sein.
  3. Hannah Krämer mit einer Lesung aus: F. Hudgson Burnett: Der geheime Garten. Mit einem Lesung aus einem wunderschönen Klassiker belegte Hannah wirklich nur ganz knapp hinter Lukas und Uma den Platz drei.
  4. Hannah Walldorf mit einer Lesung aus: Adrienne Kress: Die HalsüberkopfundKragen…. Auch hier nur ein ganz geringer Unterschied.
  5. KaislaTarkka mit einer Lesung aus: Roald Dahl: Charlie und die Schokoladenfabrik. Ein Jugendbuchklassiker, über den ich mich besonders gefreut habe.

Allen Gewinnern einen ganz herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich schon wieder auf den nächsten Vorlesewettbewerb.

Euer Schulbibliothekar

    Anglizismen

    Ich gebe es ja zu, ich mag es auch nicht, wenn sich der gute alte Hausmeister plötzlich  Facility Manager nennt. Ist irgendwo auch albern. Der Sprachbloger Anatol Stefanowitsch hat mich auf folgende Nominierungsseite aufmerksam gemacht:
    http://www.anglizismusdesjahres.de
    Dort wird der Anglizismus des Jahres gewählt. Anatol und die anderen Sprachbloger sagen: “Wir geben jedem neuen Wort, egal, woher es stammt, zunächst einmal die Gelegenheit, seine Nützlichkeit unter Beweis zu stellen und vertrauen darauf, dass die Sprachgemeinschaft überflüssige Wörter schnell wieder
    aussortiert.”

    D.h. zu einer gesunden Sprachentwicklung gehören auch Fremdwörter. Und das heutige Deutsche ist wesentlich stabiler als im 18. Jhd., als die Leute ein seltsames Mischmasch aus Franz. und Deutsch sprachen. Was war mit dem Latein erst? Vielleicht sollten die Sprachpuristen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen und Veränderungen in der Sprache als etwas Positives begreifen,

    meint Euer Library Master jedenfalls …

    Tim und die Bibliotheken

    Nein, Gott bewahre, ich möchte hier keine Werbung für den Film “Tim und Struppi” bzw.  “Tintin” machen. Aber es hat damit etwas zu tun. In einem Inteview für die FAZ bemerkte Steven Spielberg sehr melancholisch auf den Hinweis, “heute hätte Tim die Geschichte der “Einhorn” einfach gegoogel”, ja, “Tim hat mich sehr nostalgisch gemacht.”

    Denn Tim muss natürlich, um den Fall der “Einhorn” aufzuklären, recherchieren. Und noch vor gar nicht  langer Zeit gab es noch kein Internet und die ganzen frei verfügbaren Informationsmöglichkeiten.  Tim muss in eine Bibliothek gehen, um mit seinem Fall voran zu kommen und etwas über die “Einhorn” herauszufinden. Und wir erinnern uns, auch Harry Potter benutzt Bücher und die Schätze der Schulbibliothek von Hogwarts. Und da sind wir wieder beim Thema. Wird die Schulbibliothek überhaupt noch gebraucht. Zumindest Tim und Harry brauchen sie, das ist doch schon mal was, oder?

    Von der Brücke der Schulbibliothek

    Umzugsvorbereitungen

    Die Bauarbeiten an der Latina gehen langsam voran. Für die Bibliothek zeichnet sich eine Zwischenlösung ab. Für die Vorbereitungen dazu muss leider auch der Service etwas eingeschränkt werden. D. h. das ab sofort jeden Freitag die Schulbibliothek geschlossen bleiben muss. Die neuen Öffnungszeiten findet ihr hier …
    Euer Schulbibliothekar

    Es ist wieder ein Jahr herum …

    … und der Literaturnobelpreis wurde wieder vergeben. Diesmal wurde der schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer bedacht, ein Meister der Verknappung der Sprache. Er ist 80 Jahre alt und lebt in Stockholm. 

    In der Schulbibliothek haben wir nichts von ihm. Auch Stadtbibliothek Halle und die Universitätsbibliothek haben seine Gedichte nicht vorrätig. Einige seiner Werke wie “Für Lebende und Tote” sind im Buchhandel erhältlich. Das Deutschlandradio Kultur hat schon 2005 einen interessanten Bericht über Tomas Tranströmer gebracht: Hier ..

    Wie bereits einmal gesagt: “Der Literaturnobelpreis ist der Literaturpreis, den Astrid Lindgren nicht bekommen hat.”

    Euer Schulbibliothekar

    oikioi und Lincolnshire

    oikioiEin ehemaliger Schüler, Michael Waßmann hat ein Buch geschrieben, es auch veröffentlicht und nun ist es auch in der Schulbibliothek zu bekommen. Wer einmal hineinschauen oder es verschlingen möchte, kann dies nun tun. Ich habe es leider noch nicht lesen können, gebe als Vorgeschmack zumindest den Text auf der Buchrückseite wieder:

    Keron wächst in einem überkommenen Königreich auf, das vom ständigen Krieg gegen Rebellen, Orks, Zwerge und das eigene Volk gezeichnet ist. Doch die Schrecken dieses Krieges lernt Keron erst kennen, als er volljährig wird und in der Armee dienen muss. Durch Glück und den Kampf mit seinem Gewissen, kann er dem Dienst als Soldat entfliehen, nur um in die Reihen der Rebellen gezwungen zu werden. Obwohl die selbsternannten Freiheitskämpfer für den jungen Idealisten eine große Enttäuschung sind, lernt er durch sie das gesamte Königreich kennen und sich trotz manch bitterer Entscheidung treu zu bleiben. Dabei ist seine Reise so abwechslungsreich wie das Leben selbst: Voller Humor, Liebe, Freundschaft, Leid, Hass und Trauer.”

    Wie vielleicht schon bekannt, beschäftige ich mich in der Freizeit mit dem Thema Mittelalter. Deswegen möchte ich den Geschichtslehrern, die sich mit dem Alltagsleben in dieser Zeit beschäftigen, folgenden kleinen Film (Min.) näherbringen. Dieser schöne Film orientiert sich am Lutrell Psalter, die Szenen aus dem Codex sind in das reale Leben zurückgesprungen:

    Dazu die Filmemacher: Guided by the detailed and often humorous images of everyday life from the Luttrell Psalter, the Luttrell Psalter Film gives a unique glimpse of a year in the life of a medieval village. Filmed over four seasons, it shows the changing landscape with its fields and flowers, and the daily activities which dominated the lives of our forefathers. This 20-minute film draws on over 35 different images from the margins of the manuscript, allowing the people from the Psalter to walk out from its vellum pages.

    Mehr dazu auf The Lutrell Psalter … von den Wagscreen-Leuten aus Lincolnshire.

    Euer Schulbibliothekar

    Deutschland vernachlässigt die Schulbibliotheken

    schrieb “Die Zeit” in diesem Frühjahr unter dem Titel “Wo Wikipedia auf Brockhaus trifft. Und weiter “Schulbibliotheken sind das große, gemütliche Wohnzimmer einer Schule”. Ja, so habe ich das auch immer gesehen. Aber selten hat eine Schule dieses Wohnzimmer und noch seltener ist es gemütlich. Bei uns hat die Verwaltungsleitung sehr schöne und gemütliche Stühle angeschafft, aber die sind inzwischen auch schon wieder ergraut und die Computer sind älter als die jüngsten Schüler. Aber bei uns ist ja zumindest durch den Neubau eine herrliche Hoffnung in Sicht, aber woanders ? Hier der ganze Artikel …

    Grüße aus der Schulbibliothek, die sich langsam für den Umzug rüstet. Mehr dazu demnächst.

    Das Schuljahr 2011-2012

    ist nun eine Woche alt. Alle Schüler (fast) haben ihre Schulbücher ausgeteilt bekommen. Für die Nachzügler und bei Nachfragen gilt: Innerhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek kann (fast) alles geregelt werden. Einige Bücher mussten nachbestellt werden. Die Schüler, die das betrifft, werden diese Bücher in den nächsten Tagen nachgereicht bekommen. Der normale Bibliotheksalltag kann bald beginnen. Einige liebe Stammgäste sind aus der Ottostraße in die Franckeschen Stiftungen zurückgekehrt. Darüber freue ich mich sehr. 

    Was wird dieses neue Schuljahr bringen? Wie geht es mit dem Umbau voran? Welche Lösung wird dabei für die Schulbibliothek gefunden werden? Oder wird es nach dem Umzug keine mehr geben? Lassen wir uns überraschen.

    Der Schulbibliothekar

    Eine einsame Schule

    Schulbücher 2011

    Ich bin aus den Ferien zurück. Über drei Wochen auf das Meer, ein richtiges Meer, schauen, reichte uns, um erholt in eine sehr einsame Schule zurückzukehren und sich sofort an die Arbeit zu machen. Alle Schulbücher für das neue Schuljahr liegen nun in der “Amerikabibliothek” bereit und warten auf die Schüler. Fast scheint es so, als könnte man sofort wieder loslegen! Aber noch sind Ferien und deswegen:

    Schöne Grüße  und weiter gute Erholung wünscht Euer Schulbibliothekar