Bibliotheksalltag, Spenden

buchspende-kuhnVom Schriftsteller Herrn Christoph Kuhn haben wir eine “kleine Bücherspende” erhalten. Ganz herzlichen Dank. Das bringt mich aber dazu, über Bücherspenden aktuell und generell nachzudenken. Zwar haben wir nach dem Umzug eine Menge Platz, aber dennoch können wir natürlich nicht alles annehmen. Dafür bitte ich schon jetzt für Verständnis.  Es kann auch sein, dass wir Bücher weiterreichen, an andere Bibliotheken oder an öffentliche Bücherschränke oder Littlefreelibraries . Auch das bitte ich zu verstehen. Wenn Sie der Schulbibliothek der Latina etwas Gutes tun wollen, ist eine Spende der beste Weg. Weiteres gibt es hier zu lesen …

Ihr / Euer Schulbibliothekar

Abitur, Bibliotheksalltag

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Viele Wörterbücher braucht das Abitur

Wir sind mitten im Abitur. Das macht sich auch im Schulbibliotheksbetrieb bemerkbar.  Einige Male bin ich mit dem schwer beladenen Wagen unterwegs, um Massen von Wörterbüchern rechtzeitig in die Prüfungsräume zu transportieren.  Bildungsschwertransport sozusagen!

Inzwischen sind auch die Schulbuchbestellzettel ausgeteilt worden. Diese müssen am 18./19. Mai wieder mitgebracht werden. Nicht vergessen ! Alle Zettel können hier unter Service angesehen und ausgedruckt werden.

Euer Schulbibliothekar

Abitur, Bibliotheksalltag, Schulbuchversorgung

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Alltag in der Schulbibliothek 2016, bald kommen die Schüler ..

Da bereits einige die Male die Frage gestellt wurde, wann der derzeitige Abiturjahrgang spätestens die Schul- und Bibliotheksbücher abzugeben hat, möchte ich dies auf diesem Wege schnell beantworten:

Eine Woche vor der Zeugnisausgabe (Abiturzeugnis) sind bitte alle Schulbücher und Bibliotheksbücher, -materialien zurück in der Schulbibliothek.

Klare Ansage, oder? Also, bis zur Büchabgabe, Euer Schulbibliothekar

Lesestoff, Neuanschaffungen

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Bildquelle: Carlsenverlag

Harry Potter und kein Ende: Nun ist auf Deutsch die illustrierte Schmuckausgabe herausgekommen, die wunder-, wunderschön geworden ist. Ich muß schon sagen, wirklich gelungen und kann als zauberhaft im wahrsten Sinne des Wortes betitelt werden. Am Inhalt hat sich natürlich nichts geändert, für den zeichnet nach wie vor Frau Rowling verantwortlich, aber die Illustration der Schmuckausgabe stammt von Jim Kay, von dem wir bereits “Sieben Minuten nach Mitternacht” haben (lohnt sich einen Blick hineinzuwerfen, eine sehr schöne Geschichte).  Warum es Jim Kay war, der den Harry Potter illustrieren darf und zwar alle sieben Bände, das weiß er selbst nicht, aber vielleicht könnt ihr das selbst nachlesen in einem Interview, dass der Carlsenverlag mit ihm gemacht hat, hier klicken…

Und das Buch selbst könnt ihr Euch natürlich in der Schulbibliothek anschauen.

Euer Schulbibliothekar

Lesung, Paul-Raabe-Saal

Foto: Ronya Othmann privat
Foto: Ronya Othmann privat

Wie bereits angekündigt, las die MDR-Literaturpreisträgerin Ronya Othmann am Di., 29. März, in der 4/5. Schulstunde bei uns in der Latina (Paul-Raabe-Saal) aus ihren Texten, darunter u.a. auch “Bleigießen”, ihre Siegergeschichte beim MDR-Literaturpreis. Und was soll ich sagen, es war ein wundervoller Vormittag mit einer sympathischen und authentischen jungen Autorin. Ich hatte das Gefühl, dass der Funke sofort übersprang. Ronya Othmann war auf Augenhöhe mit den Schülerinnen und Schülern, kein bereits in Mamor gehauenes Schriftstellerdenkmal. Im Anschluss an die Lesung folgte eine kleine Fragerunde. Es wurden sehr gute Fragen gestellt, auf die Ronya meist kurz und ehrlich antwortete.  Auf Istagram schrieb sie #lieblingspublikum. Danke schön! Ein Dank geht aber auch an die Technik, das Filmteam und an die Lehrerinnen und Lehrer des FB Deutsch, also stellvertretend an Frau Sinner. Heute lebte die Literatur bei uns und das macht mich stolz und glücklich.

Euer Schulbibliothekar

Lesen, Lesung, Paul-Raabe-Saal

Ich denke, ich wäre gerne ein Garten. Ich wäre gerne ein Garten mit
Zaun.

(Ronya Ortmann in ihrer Erzählung “Bleigiessen”)

Am 29. März um 10 Uhr liest die letzte MDR-Literaturpreisträgerin Ronya Othmann in der Latina (Paul-Raabe-Saal) aus ihren Erzählungen vor. Da der Altersunterschied zwischen der Literaturstudentin (Leipzig) und den Schülern der Latina nicht sehr groß ist, könnte der Funke zwischen Autorin und Publikum rasch überspringen, zumal die junge Frau auch bereits Juroren und Publikum bei den öffentlichen Lesungen anläßlich des MDR-Literatur-Preises zu begeistern wußte.

Hier noch etwas über Ronya Othmann, die aus der Nähe von München stammt, von den Seiten des MDR und von den Seiten der Süddeutschen Zeitung, bitte klicken…

Euer Schulbibliothekar

Bibliothekarsberuf, Bibliotheken

Bibliotheken (hier archäologisches Landesamt) sollen zukünftig ohne Bücher sein.

In einem Interview fordert ein  Bibliotheksdirektor aus der Schweiz die Abschaffung der Bibliotheken. Er heißt Ball und meint, Inhalte gibt es doch im Internet! Ist das so? Nein, er fordert gar keine Abschaffung der Bibliotheken. Er hätte nur gerne Bibliotheken ohne Bücher und denkt, eine wissenschaftliche Karriere gelingt ohne einen einzigen Bibliotheksbesuch. Nein, er weiß es sogar. Die Frage ist, was das für ein Wissenschaftler ist? Aber gerne können Bücher in die Schule verlagert werden, sagt er weiter. Wie die dort bereitgestellt und verwaltet werden, ist nicht sein Ding. Und überhaupt: Die meisten Bücher in den Bibliotheken bestehen aus

Unfug, Banalitäten, unzählige Wiederholungen

und werden ohnehin nie ausgeliehen. Da wird der Bibliotheksdirektor zum Richter und Henker  in einer Person. Und was ist das Urteil? Die Bibliothek muss sich wandeln, muss zu einem digitalen Dienstleistungszentrum werden. Für das Ambiente gibt es noch Bücherwände, aber die können auch aus Attrappen bestehen. Dem Wahn eines digitalen Dienstleistungszentrum habe ich auch einmal angehangen. Lange ist das her! Die Digitalisierung scheitert im Moment schon an den Nutzungsrechten bei Zeitschriften. Von den ganzen Rechten für die Bücher einmal abgesehen. Was wird digitalisiert und was nicht?, ist die nächste Frage. Wie sind die Massen an Büchern zu bewältigen? Entweder ist der Mann naiv (auf dem Niveau eines Bibliothekarsstudenten) oder er hat keine blassen Schimmer von seinem Beruf. Und so bleibt diese naive Provokation eines Mannes, der seinen eigenen Ast absägt, nicht unwidersprochen. Wie ich schon andeutete, sind viele seiner Behauptungen leicht zu entkräften und seine Phantastereien real gar nicht umsetzbar. Prof. Hager gar hält das, was ich für naive Phantasie halte, für ein Horrorszenario. Bibliotheken ohne Bücher sind für ihn keine Bibliotheken mehr.

Eine dringend notwendige Debatte

Immerhin hat Herr Ball eine Debatte über die Zukunft der Bibliotheken losgestossen. Und diese ist dringend notwendig. Denn so rosig schaut es um die Zukunft der Einrichtung nicht aus. Nehmen wir als Beispiel unsere Schulbibliothek. Zwar ist sie jetzt vorhanden und lebt und bekommt auch neue Bücher, aber was ist, wenn ich, der Schulbibliothekar, nicht mehr da bin? Wer kümmert sich dann um die Bücher? Die Gefahr der Einsparungen des Personals, nicht nur der Einrichtung, kommt im Kosmos des Herrn Ball nicht vor. Ich kann nicht die ganze Debatte hier wiedergeben. Aber das vorläufige Ende möchte ich nicht vorenthalten: Die ETH-Bibliothek, der Herr Ball vorsteht, ist inzwischen zurückgerudert. Sie soll ein “Hort der Bücher” bleiben, meint der Träger der Bibliothek, die ETH-Zürich. Wie lange noch?

Euer Schulbibliothekar

 

 

 

 

Bibliotheken

oder little free libraries, wie es im amerikanischen heißt. Von Zeit zur Zeit stelle ich in unserem Schulbibliotheksblog außergewöhnliche Bibliotheksideen vor.  Heute sind die kleinen freien Bibliotheken dran, die wie die Büchertelefonzellen nach dem Motto arbeiten “Hol ein Buch, bring ein Buch”. Hier ein Video aus Atalanta, in dem einige Little free Libraries zu sehen sind (auf engl. , aber das könnt ihr ja!):

Das Prinzip wird noch einmal in einem Artikel der Züricher Zeitung erklärt, wer es auf dt. möchte, hier zum Nachlesen. Das Projekt, das in den USA außerordentlich erfolgreich ist, die angelsächsische Bibliothekskultur macht sich auch hierbei positiv bemerkbar, hat natürlich eine I-Seite, wer es lieber auf Facebook mag, auch da sind sie sicher zu finden.  Es gibt dort Tipps und Bauanleitungen und mehr, für den Fall, dass ihr selbst eine kleine freie Bibliothek aufmachen wollt. Ich würde mich freuen.

Euer Schulbibliothekar

 

Neujahr, Statistik

Es muss nicht immer ein Sport- oder Abnehm-Vorsatz für das neue Jahr sein. Wir können uns auch vornehmen, wieder mehr zum Buch zu greifen oder zu lesen. Ich habe mich in den Weihnachtsferien bereits daran orientiert und habe eine Menge Bücher gelesen. In diesem Sinne wünsche ich allen Schülern, Lehrern und Mitarbeitern der Latina A.H.F. ein erfolgreiches und gutes (Lese-) Jahr 2016.

Etwas Statistik aus dem letzten Jahr

Mehr ausgeliehen wurde im vergangenen Jahr in der Schulbibliothek leider nicht. 2014 habe ich noch 1555 Ausleihen registriert, 2015 waren es nur noch 1294 Ausleihen (17 % Rückgang bez. auf 2014).  Obwohl die Ausleihen weiter zurückgingen, wurde die Bibliothek mehr besucht und benutzt. 2014 waren es 4738 Vorgänge, 2015 zählte ich 8708 Vorgänge. Die Benutzung hatte sich also fast verdoppelt. Kurz: Die Bibliothek wird (wieder) mehr genutzt, aber es wird weniger ausgeliehen. Das macht doch Mut!

Unter folgenden Link kannst dies noch einmal selbst angeschaut werden, wer es mag: Entwicklung der Schulbibliothek von 1994 bis 2015

Euer Schulbibliothekar To. Kreutzfeldt

 

Lesestoff, Neuanschaffungen

Snapshot_20151209Neue Bücher gab es in diesem Jahr wieder eine große Menge (schaut bei Gelegenheit selbst nach!). Allein 120 neue Jugendromane stehen nun im Regal (insgesamt haben wir nun fast 1000 Jugendromane im Bestand). Insgesamt gibt es 366 neue Titel in der Schulbibliothek. Einige Höhepunkte und besonders schöne Bücher liste ich hier auf (das ist natürlich nur eine kleine, kleine Auswahl):

Ja, 2015 war der 200. Jahrestag der Schlacht von Waterloo, Napoleons großes Scheitern. Deswegen:

D 230 Waterloo
Bremm, Klaus-Jürgen:
Die Schlacht : Waterloo 1815
/ Klaus-Jürgen Bremm. – Stuttgart : Theiss, 2015.

D 230 Waterloo
Füssel, Marian:
Waterloo 1815 :
1. Aufl. 10.02.2015, Paperback (Beck, C H), ISBN:
/ Marian Füssel. – München : Beck, 2015.

Bleiben wir bei der Geschichte. Ein Buch, das mir auch sehr wichtig ist, ist dieses hier:

D 556 Aghet
Hosfeld, Rolf:
Tod in der Wüste : Der Völkermord an den Armeniern / Rolf Hosfeld. – München : Beck, 2015.

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200 Jahre her: Napoleons Waterloo

Kommen wir zur Religion/Philosophie. Da fand ich folgende Bücher interessant:

E 824 Sünde
Pagels, Elaine:
Adam, Eva und die Schlange : Die Geschichte der Sünde / Elaine Pagels. Deutsch von Kurt Neff. – Reinbek : Rowohlt Taschenbuch Verl., 1994.

E 910 Arendt
Prinz, Alois:
Hannah Arendt oder Die Liebe zur Welt / Alois Prinz. – Frankfurt am Main : Insel , 2013 .

Gedichte müssen nicht langweilig sein. Gegen Langeweile hilft nämlich:

H 023 Poetry Slam
Anders, Petra:
Poetry Slam : Live-Poeten in Dichterschlachten / Petra Anders. – Mülheim an der Ruhr : Verlag an d. Ruhr, 2007.

Das darf nur nicht zu Schlammschlachten ausarten! Und wer es dazu noch in Reimen mag, für den habe ich auch etwas Neues:

I 145 Reimlexikon
Steputat, Willy:
Reimlexikon :
/ Willy Steputat. – Stuttgart : Reclam, 2015.

Zwei neue Bücher gibt es auch für die Kunst (Herzlichen Dank der Spenderin):

K 150 Malerei
Wolf, Norbert:
Malerei verstehen / Norbert Wolf. – Darmstadt : Wissenschaftliche Buchges., 2012.

K 159 Akt
Poeschel, Sabine:
Starke Männer – schöne Frauen : Die Geschichte des Aktes / Sabine Poeschel. – Darmstadt : Wiss. Buchgesellschaft, 2014.

Sehr liebe ich dieses wunderschöne Buch:

L 200 Naturpark
Paradiese vor der Haustür
: Deutschlands Naturparke / Text: Bernd Pieper. – Köln : DuMont, 2015.

Und auf ein Buch zum Thema Aralsee habe ich lange gewartet:

L 421 Aralsee
Dickenhorst, Christian:
Der Aralsee. Eine beispiellose ökologische Katastrophe :
2013 GRIN Verlag
/ Christian Dickenhorst. – Norderstedt : GRIN Verlag, 2013.

Wie entstand die Mathematik (auch hier herzlichen Dank an den Spender):

M 010 Geschichte
Wußing, Hans:
6000 Jahre Mathematik : Eine kulturgeschichtliche Zeitreise / Hans Wußing.
Band 1. Von den Anfängen bis Leibniz und Newton / Hans Wußing. Unter Mitw. von heinz-Wilhelm Alten u. Heiko Wesemüller-Kock. – Berlin [u.a.] : Springer, 2009.
Band 2. Von Euler bis zur Gegenwart / Hans Wußing. Unter Mitw. von heinz-Wilhelm Alten u. Heiko Wesemüller-Kock. – Berlin [u.a.] : Springer, 2009.

Wunderschön fand ich auch:

N 200 Winston
Winston, Robert:
Die aufregende Welt der Moleküle : So spannend kann Chemie sein
/ Robert Winston. Übers. Martin Kliche. – Dorling Kindersley, 2014 .

Neben den vielen Jugendromanen konnten wir auch einige “ernsthafte Belletristik” ankaufen, z.B.:

R 11 Hansen
Hansen, Dörten:
Altes Land : Roman / Dörten Hansen. – 10. Aufl. – München : Knaus, 2015. – 286 S.

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Halle in den Zwanziger Jahren des 20. Jhds.

R 11 Eggers
Eggers, Dave:
Der Circle : Roman
/ Dave Eggers. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015, Kategorie Preis der Jugendlichen. Übersetzung: Wasel, Ulrike; Timmermann, Klaus. – Köln : Kipeenheuer & Witsch, 2015.R 20 Wagner
Wagner, Jan:
Regentonnenvariationen : Gedichte. Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2015 in der Kategorie Belletristik / Jan Wagner. – München : Hanser, 2014.

und auch etwas zu Halle kam dazu:

SA 50 Spring
Spring, Bernhard:
Halle (Saale) : Die 99 besonderen Seiten der Stadt / Bernhard Spring. – Halle : Mitteldeutscher Verlag, 2013 .

SA 53 Zwanziger Jahre
Ritter, Heidi:
Glanz, Glamour, Geschwindigkeit? : Die 20er Jahre in Halle / Heidi Ritter ; Eva Scherf. – Halle : Hasenverlag, 2008 .

Mit dieser kleinen Auswahl soll es auch genug gewesen sein. Ich hoffe, dass wir auch 2016 so viele und so viele interessante Bücher für die Schulbibliothek anschaffen können.

Euer Schulbibliothekar To. Kreutzfeldt